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Ich lieg immer noch in meinem Korb. Hab irgendwie nicht so gute Laune, nein.. das ist es nicht ich bin mal wieder am grübeln. Worüber?
Über meinen Hundenachbarn, und wenn ich drüber nachdenke, bin ich noch trauriger und schlecht gelaunter, als ich eh schon bin.
Das ganze fing so an.
Einmal bin ich mit Frauchen draussen gewesen. Und da kamen wir auf die Wiese an unserem Haus, und da war doch glatt so einer wie ich! Nur nicht weiss, ich bin ja, wie ihr vielleicht wisst bei der Geburt am Farbtopf vorbeigelaufen. Das hat mein erstes Frauchen immer gesagt. Der war aber schön bunt, wie es sich gehört.
Der war noch ganz klein, ganz verspielt, ganz neugierig, hat sich gefreut, als er mich gesehen hat. Ich erstmal nicht, denn ich bin immer erst gaaaaaanz vorsichtig, wenn ich anderen Hunden begege, denn ich bin ja schon ein paarmal gebissen worden. Und dabei konnte ich nichts dafür. Jetzt zeige ich den Hunden sofort wo die Grenzen sind. Will ich gar nicht, aber man muss ja sehen, wie man sein eigenes Fell retten kann.
Naja ok, zurück zu diesem kleinen süssen verspielten Quirl. Ich hab gleich gemerkt das der mein Spielkamerad werden könnte.
Er kam auf mich zugerannt, und ich natürlich auch, wir haben uns gefreut und er hat gebellt und mich angewackelt und angesprungen.
Mein Frauchen sagt ja nichts wenn ich mit anderen Hunden spiele. Aber die Frau fing immer an zu schreien, und zu kommandieren und der Hund durfte dies nicht und das nicht, nicht spielen, nicht bellen, nicht mit dem Schwanz wackeln. Der sollte sich immer hinsetzen. Das muss ich sagen haben wir beide gar nicht verstanden.
Ich hab ein bisschen gelauscht als die beiden Frauchen sich unterhalten haben. Und das andere Frauchen hatte komische Ansichten. Es meinte, das ein Hund sich freut wenn der Schwanz unten ist, und wenn er die Ohren zurücklegt. Wenn er bellt und knurrt ist er böse, und wenn er mit dem Schwanz wackelt. Also so einen blödsinn hab ich auch noch nicht gehört!
Ich habs dann aufgegeben und bin mit meinem Frauchen des Weges gezogen.
Und immer wenn wir dem anderen Hund jetzt wieder begegnet sind, wurde er immer böser, der mochte mich gar nicht mehr. Ich habs nicht verstanden.
Aber mein Frauchen meinte, er dürfe nicht mehr spielen, wird dafür bestraft, darf nur alleine spielen aber nicht mit seinen Menschen. Muss immer nur auf Kommandos hören, und immer und immer wieder.
Der kann auch gar nicht richtig an der Leine laufen, weil er so kurz genommen wird, läuft meistens fast auf den Hinterbeinen.
Klar, auch ich als Hund muss sagen das man hören muss, wenn Frauchen oder Herrchen was sagen, aber wenn man nicht mehr neugierig sein darf, keine Gefühle zeigen darf und nur rumkommandiert wird, dann wird man unzufrieden.
Und das mit dem Freuen ist doch so: Also wenn ich hier oben auf dem Balkon stehe und belle, dann weiss ich oft auch nicht, wie ich mich fühlen soll, ich freue mich hinten und knurre vorne. Naja so bin ich halt :-)
Aber immer wenn ich meinen früheren Hundefreund sehe werde ich ganz traurig. Mittlerweile knure und belle ich schon nicht mehr zurück, habs aufgegeben. Denn es macht mich eher traurig und nachdenklich, was aus einem Hund werden kann, wenn er gar nicht mehr er selbst sein darf.
Wie gesagt dabei ist es wichtig das man auf seine Leute hört, aber wenn man nicht mehr Hund sein darf mit allem was dazugehört, dann wird man böse und missmutig.

Nachdenkliche Grüsse schickt euch euer
Sammy
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Kommentar von Sandra, 12.05.2010 19:34:28: Ja, so ein Hundeleben ist schon schwer. |
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